Social Media Storytelling - Wenn Steinzeit auf Hightech trifft

     

Wie Unternehmen die Macht der Geschichten entdeckten   

Erst einmal das Orakel fragen! Nach „Wiki“ ist Storytelling (deutsch: „Geschichten erzählen“) eine Erzählmethode, mit der explizites, aber vor allem implizites Wissen in Form einer Metapher weitergegeben und durch Zuhören aufgenommen wird. Die Zuhörer werden in die erzählte Geschichte eingebunden, damit sie den Gehalt der Geschichte leichter verstehen und eigenständig mitdenken. Das soll bewirken, dass das zu vermittelnde Wissen besser verstanden und angenommen wird...“ So viel zur relativ trockenen Definition von Wikipedia!

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1995 n.Chr. oder 4295 Jahre nach Ende der Jungsteinzeit 

Schon seit den frühesten Menschheitstagen dürften die Mitglieder einer Gruppe in der Höhle oder um das Lagerfeuer herumgesessen sein und den Geschichten ihrer Anführer, Schamanen oder Weisen gelauscht haben. Auf diese Weise dürften wichtiges Erfahrungswissen und Alltagsweisheiten, aber auch Legenden und Sagen in einer spannenden Atmospäre von Generation zu Generation weitergegeben worden sein. Diese Methode bewährt sich während vieler Jahrhunderte und Jahrtausende! 

Mitte der 1990er Jahre entwickeln Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA den so genannten «Learning-Histories-Ansatz», um das Erfahrungswissen von Mitarbeitern über bestimmte Ereignisse im Unternehmen (z.B. Reorganisationen, Fusionen, Pilotprojekte etc.) aus den jeweils unterschiedlichen Perspektiven der beteiligten Mitarbeiter mittels Interviews zu erfassen, auszuwerten und in Form einer gemeinsamen Erfahrungsgeschichte aufzuarbeiten. Die gemachten Erfahrungen, Tipps und Tricks sollen für das gesamte Unternehmen nutzbar werden. Von hier aus tritt der Storytelling-Ansatz sehr schnell seinen Siegeszug durch die Entwicklung von Leitbildern und Markenwelten an.  

2003 n.Chr. oder 4303 Jahre nach dem Ende der Jungsteinzeit   

Wie schon im Neolithikum braucht es aber einen so genannten Enabler, damit das Storytelling so richtig seine Wirkung entfalten kann und das sind neben den neuen Kommunikationstechnolgien vor allem die Social Media Plattformen. LinkedIn, Myspace und WordPress werden 2003 ins Leben gerufen. Facebook und Flickr folgen im Jahre 2004. YouTube und Twitter 2006. Ab da wird fast im Jahresrhythmus ein neuer Dienst lanciert: Trumblr (2007), Pinterest, Google Buzz und Instagram (2010), Google+ und Snapchat (2011), Vine (2012), WhatsApp (2014) und Facebook Messenger (2016).   

Mitte der 2000er Jahre verstehen die Unternehmen auch, dass das klassische Outbound Marketing nicht mehr funktioniert und beginnen damit auf Content Marketing und Inbound Marketing umzustellen. Jetzt begreifen viele Unternehmen die Macht der Geschichten. Damit beginnt das Zeitalter der grossen Kakophonie! Das Lagerfeuer aus der Jungsteinzeit ist nun definitiv „global-galaktisch“ geworden und wächst und wächst und wächst... 

Hier sind unsere 5 wichtigen Tipps für das Social Media Storytelling: 

#1: Die Relevanz des Themas genau prüfen

Achten Sie genau auf die Relevanz des jeweiligen Themas für Ihren Blogbeitrag. Nicht alle Themen, die Sie persönlich spannend finden, müssen auch für Ihre Zielgruppe interessant sein. Prüfen Sie auch, ob das Thema ausreichend emotionalisierend und aktivierend ist. Können sich Ihre Zielgruppen auch mit dem Thema identifizieren? 

#2: Passt das Thema auch zum Unternehmen oder zur Marke?

Fragen Sie sich auch, ob das gewählte Thema wirklich zu Ihrem Unternehmen und zu Ihrer Marke passt. Wenn Sie sich am Markt und in Ihrer Branche seriös aufgestellt haben, dann ist allzu viel Humorismus der Sache eher abträglich. Dasselbe gilt zum Beispiel im Hinblick auf den Lebenszyklus Ihrer Produkte.   

#3: Welche Botschaft will ich transportieren?

Überlegen Sie sich genau, welche Botschaften zu Ihrem Produkt oder zu Ihrem Dienstleistungsangebot Sie in der Story verpacken wollen. Storytelling – so unterhaltsam das sein mag – passiert nicht zum Selbstzweck. Es soll Ihre Marketingmassnahmen unterstützen oder sogar forcieren. 

#4: Welche Plattformen will ich bedienen?

Prüfen Sie vorher genau, auf welchen Social Media Kanälen und Plattformen Sie mit Ihrer Story präsent sein wollen. Nicht immer muss der reichweitenstärkste Kanal auch die beste Plattform sein. Ihre Story und die ausgewählte Plattform müssen zueinander passen. 

#5: Wie kann ich das Storytelling visuell unterstützen?

Eine spannende Story zu haben ist gut. Dank den Social Media Plattformen haben wir aber die Möglichkeit, unsere Stories mit aufmerksamkeitsstarkem Bild- oder Videomaterial zu unterstützen und damit u.U. die Reichweite durch das Teilen von Beiträgen enorm auszuweiten. Manche Story erzählt sich besser gleich nur noch als Video! 

Möchten Sie mehr über Social Media und Storytelling erfahren? Dann nehmen Sie doch gleich mit uns Kontakt auf: Per Telefon, Chat oder via Kontaktformular.

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