Targeting-Möglichkeiten im Online Marketing Teil 2: Google Display-Netzwerk

     

Du scheust dich davor, einen beachtlichen Teil deines Mediabudgets in Display-Anzeigen zu investieren? Dann bis du nicht alleine. Viele Online Marketer scheuen sich davor, Geld in den Bereich Display ausserhalb des Retargeting zu investieren. Im direkten Vergleich mit der Google Search - Kampagne gibt es auch tatsächlich gute Argumente hierfür, da eine Search - Kampagne in den meisten Fällen mehr und vor allem günstiger Conversions generiert. Trotzdem sollte die Möglichkeit der Werbeanzeigen im Google Display-Netzwerk nicht ausser acht gelassen werden. Einerseits, da anhand einer starken und aussagekräftigen Display-Kampagne eine enorme Reichweite erzielt werden kann. Andererseits können mittels Displayanzeigen neue Zielgruppen erschlossen werden, welche sich allenfalls in der Zukunft für das beworbenen Produkt oder die Dienstleistung interessieren werden. Mit unserem zweiten Teil aus der Serie “Targetingmöglichkeiten im Online Marketing” (zurück zu Teil 1) möchten ich dir gerne aufzeigen, auf was du beim Targeting im Google Displaynetzwerk achten solltest - damit du deine bestehende oder auch eine neue Zielgruppe erfolgreich erreichen kannst. Viel Spass beim Lesen!

Targeting

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten des Targetings im Bereich der Anzeigen im Google Displaynetzwerk: Kontextbasiertes Targeting und zielgruppenbasiertes Targeting. Gerne werde ich euch im Folgende diese zwei Möglichkeiten detaillierter aufzeigen. 

Kontextbasiertes Targeting - Wo bewegt sich meine Zielgruppe?

Bei dieser ersten Möglichkeit überlegst du dir, wo sich deine Zielgruppe aufhält. Du wählst somit gezielt Webseiten aus, auf denen sich deine gewünschte Zielgruppe bewegt. Einerseits kannst du dies über die Auswahl von spezifischen Placements erreichen, andererseits über die Selektion bestimmter Keywords oder aber über bestimmte Themenkategorien. Im Folgenden werde ich nun auf diese einzelnen Varianten eingehen. 

SEO Analyse gratis

Targeting über Placements:

Bei dieser Variante kannst du spezifische Webseiten auswählen, auf denen deine Werbebanner erscheinen sollen. Somit kannst du Seiten, welche deine potentiellen Kunden regelmässig aufsuchen, gezielt mit Anzeigen bespielen. Mit Hilfe des Planer für Display Werbung können geeignete Domains und Unterseiten zielgerichtet ausgewählt werden - die einzige Voraussetzung ist, dass die Seiten im Portfolio des Google Displaynetzwer enthalten sein müssen. Wie bei Teil 1 dieser Artikelserie werde ich euch jeweils Beispiele anhand eines Möblhauses aufzeigen. Der folgende Ausschnitt aus dem Google AdWords zeigt die zum Keywords Einrichtung vorgeschlagenen Domains und Unterseiten, welche mit den entsprechenden Anzeigen bespielt werden sollen:

Placements

Targeting über Keywords:

Das Targeting über Keywords bildet die Basis der Ausrichtungsoptionen und zeigt sehr grosse Ähnlichkeit mit dem Vorgehen bei Google Search - Kampagnen, wobei die Ausrichtung der Anzeigen durch festgelegte Keywords oder Keyword-Cluster bestimmt wird. Google überprüft anschliessend die Inhalt und das Thema der Webseiten im Display-Netzwerk anhand verschiedener Kriterien wie beispielswiese der Seitenaufbau, die Sprache und das Linkbuilding und findet daraus passende Anzeigeplätze für deine Bannerwerbung. Eines gilt es jedoch zu beachten, wenn du Displayanzeigen via Keyword-Targeting schalten möchtest: Je grösser das Keyword-Set desto eingeschränkter ist die Ausrichtung der Anzeigen. Ziel des Keyword-Targeting ist somit, deine Zielgruppe dort zu ereichen, wo sie sich aufhalten und über dein Produkt oder deine Dienstleistungen informieren.

Targeting über Themen:

Beim Themen-Targeting kannst du verschiedene Themen aus einem vorgefertigten Themenkatalog auswählen. Diese Ausrichtungsoption ist somit nicht nutzerbasiert, sondern nutzt Webseiten als Grundlage. Doch wie funktioniert das Themen-Targeting eigentlich? Nun, Google ordnet Webseiten in definierte Themencluster ein. Diese Kategorien werden als Themen im Katalog aufgelistet und können dann über Google AdWords ausgewählt und einer Kampagne zugeordnet werden.  Ein Thema umfasst dabei ein Set aus Webseiten oder Webseiten-Teilbereichen, die so sehr effizient gemeinsam gebucht werden können. Hintergrund dieser Ausrichtungsoption ist somit die Zuordnung der Partnerseiten zu bestimmten, von Google festgelegten Themen und Unterthemen. Hierfür zeige ich dir wieder eine mögliche Auswahl an Themen, welche für ein Möbelhaus von Bedeutung sind:

themen 

Zielgruppenbasiertes Targeting - Wer ist meine Zielgruppe? 

Bei der zweiten Möglichkeit überlegst du dir, wer denn eigentlich deine Zielgruppe ist. Es wird somit das Nutzerverhalten als Targeting-Kriterium verwendet. Zum einen kann dies via Auswahl spezifischer Interessenskategorien gemacht werden. Zum Anderen mittels Angaben zum Alter und Geschlecht der gewünschten Zielgruppe. Gerne gehe ich auf beide Optionen etwas genauer ein.

Targeting über Interessenskategorien:

Das Targeting nach Interessen basiert auf dem Surfverhalten der Internetnutzer. Besucht ein Nutzer eine Partner-Webseite von Google, so wird die Cookie-ID des Users anhand des Themas der Website eine bestimmte Interessenkategorie zugeordnet. Diese von Google vordefinierten Kategorien können anschliessend im Google AdWords bei der Erstellung einer Display-Kampagne ausgewählt werden. Wie du siehst, ist das interessenbasierte Targeting eng mit der themenbezognen Ausrichtung verwandt. Der Unterschied ist jedoch, dass die Ausrichtung nicht auf Webseiten basiert, wie dies beim Themen-Targeting der Fall ist, sondern auf Zielgruppen. Mit Hilfe des interessenbezogenen Targetings können Nutzer somit anhand ihrer Interessen angesprochen werden. Für das Möbelhaus könnte das Targeting über Interessenskategorien so aussehen:

interessen

Targeting über Alter und Geschlecht (demografische Ausrichtung):

Zusätzlich zu den zuvor beschriebenen Ausrichtungen ist es möglich, Banneranzeigen durch demografische Merkmale einzuschränken. Dazu gehört das Geschlecht und das Alter der User. Somit erhälst du die Möglichkeit, deine Zielgruppe sehr genau zu bestimmen, wie beispielsweise nur Frauen zwischen 25 und 40 Jahren. Weitere Altersgruppen sowie das andere Geschlecht können dabei ausgeschlossen werden.Darüber hinaus können CPCs, Anzeigenformate und die Ansprache der Nutzer in den verschiedenen Alter- und Geschlechtergruppen individuell angepasst werden. Die demografische Ausrichtung eignet sich besonders zum Verfeinern der anderen Targetingoptionen. Aus diesem Grund empfehlen wir, die demografische Ausrichtung in Kombination mit den restlichen Targetingoptionen zu verwenden.

Wie du siehst, bietet dir Google nebst dem Retargeting weitere vielversprechende Möglichkeiten, wie du mit deinen Banneranzeigen deine Zielgruppe via Display-Netzwerk effektiv erreichen kannst. Wichtig dabei ist, dass du genügend Kenntnisse darüber hast, wer überhaupt deine Zielgruppe ist und wo sich deine Zielgruppe online aufhält und bewegt. Sobald dies der Fall ist, heisst es für dich: ausprobieren, evaluieren und optimieren. Damit deine Displaykampagne ein Erfolg wird, gebe ich dir gerne noch zwei Tipps mit auf den Weg: Du solltest unbedingt verschiedene Ausrichtungsoptionen kombiniert anwenden und nicht etwa nur eine Targetingmöglichkeit verwenden - erstelle zum Beispiel für jede Targetingoption eine eigene Anzeigegruppe. Zudem empfehlen wir dir Kampagnenausschlüsse vorzunehmen, damit Streuverluste bereits im Voraus minimiert werden können.

Du möchtest weitere Tipps und Tricks von uns? Oder du hast offene Fragen oder Unklarheiten? Melde dich gerne via Kontaktbutton bei uns! Ich freue mich bereits jetzt, euch in zwei Wochen mehr über die Targetingmöglichkeiten bei der Google Search - Kampagne zu berichten. Bis dahin wünsche ich euch ein bärenstarkes Lesevergnügen!

Hat dir der Beitrag gefallen?

Wir suchen dich:
 
PROJEKTLEITER, CONSULTANT IN GOOGLE
ADWORDS UND ANALYTICS (M/W).
 
Jetzt bewerben!